Warum ein Blog?

Ich möchte diese Mal nicht bei meinen Freunden und Familie erzählen, dass ich abnehme. Mein Mann weiss es und auch der eine Freund, der die Fotos machen wird (vielleicht stelle ich die ja auch hier rein, aber ohne Gesicht!!), aber dieses Mal mache ich das für mich . Alleine. Ohne jemanden, der nachfragt, der kommentiert. Das hat es bisher jedes Mal kaputt gemacht. 

Warum, das weiss ich nciht. Ich weiss nur, dass ich immer aus dem Rhythmus gekommen bin, wenn ich von außen gehört habe "Hast Du abgenommen?" oder "Wie viel ist es denn jetzt?" oder "Wie machst Du das?" Oder, das Schlimmste: "Wie geht es Dir damit?".

Ich habe aber das dringende Bedürfnis, mich mitzuteilen. Und ich habe festgestellt, dass mein kleines Papiertagebuch nicht reicht. 

Also, liebe Welt und wer auch immer das hier liest, sei ein Teil meines Erzähldranges.

13.8.13 14:10, kommentieren

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Woher nur...

...kommt das Gewicht? 

Einige werden behaupten, ich habe einfach keine Disziplin, einige werden sagen, meine Kindheit war schuld, einige werden andere Dinge sagen. Es gibt so viele Meinungen.

Ich hatte das Gefühl, dass ich das Essen brauche.

Brauche, um emotional durchzuhalten, um nicht schreiend und heulend unterzugehen. Um nicht auszurasten und mich vor der Welt verstecken zu müssen. Um mich überhaupt unter Menschen zu wagen, um die schützende Umgebung meines zu Hauses verlassen zu können.

Auch brauche, um Trauer, Wut, Angst verarbeiten zu können, um trotz dieser Gefühle "funktionieren" zu können. Brauche, um nicht zu viel zu fühlen, aber auch, um irgendetwas zu fühlen. Mich genährt und versorgt zu fühlen.

 

Ich brauche das Essen immer noch. Vielleicht habe ich auch einfach nur eine Sucht gegen die andere eingetauscht. 

Ich habe vor 10 Jahren (ich bin jetzt 38) aufgehört, Kaffee zu trinken, weil ich eine diagnostizierte Angststörung und Depression habe. Kaffee kann angstauslösend sein. Also habe ich aufgehört.

Vor gut einem Monat habe ich mal wieder einen Kaffee (die aus dem Kühlregal, ihr wisst schon, die mit viel Milch) getrunken. Und es hat mir gut getan. Ich war wach, konnte eine für mich schwierige Situation ertragen. Normalerweise habe ich nach meinen Kaffeeversuchen immer am zweiten Tag nach dem Trinken einen total depressiven Tag. Dieses Mal habe ich einfach mal weiter jeden Tag eine Tasse Kaffee getrunken. Und voilá, es geht mir super.

Wikipedia gab mir den Hinweis, dass Kaffee auch antidepressiv wirken kann. Vielleicht ist es ja das. Ich weiss es nicht.

Auf jeden Fall tut es meinem Gewicht besser, wenn ich eine Tasse Kaffee mit Milch trinke als wenn ich eine Tafel Schokolade verschlinge.

Also Koffein gegen Süßigkeiten? Im Moment finde ich das einen tollen Deal. 

13.8.13 13:57, kommentieren